MPU-Akademie - MPU-Vorbereitung & MPU-Beratung

6, 12, 15 Monate Abstinenz oder doch ohne Abstinenz durch die MPU

Gunnar Hoyer

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Für eine positive MPU ist es von entscheidender Bedeutung, die richtige Abstinenzdauer am Tag der MPU nachzuweisen. Wir möchten Sie in diesem Podcast über dieses Thema aufklären.

Weitere Informationen finden Sie auch unter Abstinenz für 6, 12 oder 15 Monate.

In einer kostenlosen MPU-Erstberatung können Sie Ihren individuellen Fall auch mit einem unserer Verkehrspsychologen besprechen.

Umfangreiche Informationen zu unserer MPU-Beratung finden Sie hier

Das Team der MPU-Akademie freut sich von Ihnen zu hören. 

Willkommen zu unserem heutigen Podcast, diesmal mit einem Thema, das für viele auf dem Weg zur MPU entscheidend ist: der Abstinenznachweis. Oft unterschätzt, kann dieser kleine Beweis ein echter Gamechanger sein. 

Wir wissen, dass es rund um dieses Thema eine Menge Verwirrung gibt. Ist es wirklich nötig, komplett auf Alkohol zu verzichten? Wie lange muss ich Nachweise führen? Was, wenn man sich zu spät darum kümmert? Diese Fragen und Missverständnisse führen oft zu Frust. 

Heute packen wir dieses Thema an, klären auf und geben Ihnen Tipps, wie Sie solche Fallstricke umgehen können. 

Die korrekte Abstinenzdauer ist ein wesentlicher Bestandteil der MPU. Es ist nicht einfach nur eine Zeit, in der Sie keinen Alkohol oder keine Drogen zu sich nehmen – es ist ein entscheidendes Zeichen Ihrer Veränderung und Ihres Engagements für ein verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr. 

Mit den neuen Beurteilungskriterien, die Ende 2022 eingeführt wurden, hat sich das Ganze noch etwas verändert. In bestimmten Fällen kann nun eine längere Abstinenz von bis zu 15 Monaten erforderlich sein. Dies bedeutet, dass Sie möglicherweise länger abstinenzpflichtig sind, als Sie ursprünglich angenommen haben. 

Es ist also unerlässlich, dass Sie die aktuellen Anforderungen kennen und diese wirklich ernst nehmen. Eine gründliche Vorbereitung und das Verständnis der neuesten Richtlinien sind der Schlüssel, um bei Ihrer MPU erfolgreich zu sein.

Um Ihnen einen besseren Eindruck der möglichen Abstinenzdauer zu vermitteln, geben wir Ihnen hier drei individuelle Beispiele, die sich an den aktuellen Beurteilungskriterien orientieren:

Fallbeispiel 1 – zu Drogenmissbrauch: Bei einem ersten Drogendelikt mit geringen Drogenwerten, insbesondere bei THC (Cannabis), wird in der Regel ein sechsmonatiger Abstinenznachweis benötigt.

Fallbeispiel 2 –  zu Alkoholmissbrauch: 

Bei einem Erstdelikt mit einem Alkoholwert über 1,6 Promille und kaum Auffälligkeiten beim Fahrer, was dann eben auf einen regelmäßigen Konsum hindeutet, kann eine Abstinenz von 12 Monaten erforderlich sein.

Fallbeispiel 3 –  zu einem kombinierten Delikt: Wenn jemand bei wiederholten Drogen- oder Alkoholdelikten mittlere bis hohe Werte aufweist, können die neuen Kriterien eine Abstinenz von 12 oder sogar 15 Monaten verlangen.

Für detailliertere Informationen und eine einleitende Analyse Ihres individuellen Falles empfehle ich Ihnen daher unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Hier können wir Ihre Fragen dazu klären.

Häufige Fehler und Missverständnisse im Zusammenhang mit dem Abstinenznachweis sind ein brenzliges Thema in der MPU-Vorbereitung. 

Ein verbreiteter Fehler ist etwa das zu späte Beginnen mit dem Abstinenznachweis. Viele unterschätzen, wie lange es dauert, bis die notwendigen Belege gesammelt sind, und beginnen daher zu spät, was zu unnötigen Verzögerungen führt. 

Ein weiterer Fehler ist die Annahme, dass Abstinenz die einzige Option ist, während in einigen Fällen kontrolliertes Trinken eine angemessenere und realistischere Alternative darstellen würde. Zum Beispiel erzählte uns ein Klient, dass er fest davon ausgegangen war, eine Abstinenz nachweisen zu müssen. Unsere Betrachtung des Falles, beruhend auf seinem Konsummuster und den Lebensumständen zeigte jedoch, dass ein kontrolliertes Trinken hier vollkommen ausreichend war. 

Solche Fehleinschätzungen von Betroffenen können nicht nur zu Frustration führen, sondern auch die Chancen auf ein erfolgreiches MPU-Ergebnis gefährden. Nicht vergessen darf man außerdem die Verlängerung der führerscheinlosen Zeit. Denn natürlich haben Sie größtes Interesse daran, diese Zeit so kurz wie irgend möglich zu halten.
 

Ein Thema, das wir immer wieder hören, ist, dass Behörden und Gerichte oft nicht genug über die Abstinenz bei der MPU aufklären. Das führt zu ziemlicher Verwirrung. Viele Leute wenden sich an uns und sagen dann: „Hätte ich das mal früher gewusst!“. 

Sie fühlen sich im Stich gelassen, weil sie nicht die Infos bekommen, die sie benötigen, um ihre MPU richtig anzugehen. Das ist entmutigend – wir verstehen das sehr gut und finden auch, dass da mehr Unterstützung seitens der Behörden kommen müsste. 

Unser Rat? Informieren Sie sich selbst so gut es geht, holen Sie sich Rat bei Experten wie der MPU Akademie und seien Sie proaktiv. Verlassen Sie sich nicht nur auf das, was Ihnen von berufener Stelle gesagt wird – manchmal muss man eben ein wenig tiefer graben, um an die wirklich wichtigen Informationen zu kommen.

Als Nächstes möchten wir über typischen Stolpersteine, die vielen auf dem Weg zur MPU in die Quere kommen, sprechen. 

Zum Beispiel die Sache mit den Abstinenzbelegen – manche starten rechtzeitig, vergessen dann aber, ihren Führerscheinantrag früh genug zu stellen, oder die Bearbeitung dauert ewig. Und zack, ist die Gültigkeit der Belege abgelaufen, und man fängt wieder von vorne an. Dann gibt es noch die, die denken, nach dem Abstinenzprogramm können sie wieder trinken. Großer Fehler, wenn man die MPU bestehen will. Wichtig ist, gut informiert zu sein und im Zweifel lieber auf Nummer sicher zu gehen.

Manche machen den Fehler, ihre Abstinenznachweise nicht lückenlos zu führen. Das ist besonders wichtig, denn Lücken können zu Zweifeln an der Glaubwürdigkeit führen. Dann gibt es Fälle, in denen die Leute denken, eine MPU sei nur ein Formalität – das ist ein Trugschluss. Eine ernsthafte Vorbereitung und ein echtes Umdenken sind unerlässlich. 

Und zum Schluss: Unterschätzen Sie nicht die Wichtigkeit der Dokumentation Ihres Abstinenzverhaltens. Gut geführte Unterlagen können den Unterschied ausmachen. Bleiben Sie organisiert und behalten Sie den Überblick über Ihren Prozess.

Wir hoffen, dass diese Einblicke und Tipps Ihnen geholfen haben, die Bedeutung des Abstinenznachweises besser zu verstehen und wie Sie die häufigsten Fallstricke vermeiden können. 

Denken Sie daran, dass jeder Schritt, den Sie unternehmen, Sie näher an Ihr Ziel bringt. Bleiben Sie informiert, bleiben Sie engagiert und denken Sie immer daran, dass eine gründliche Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg ist. Danke, dass Sie zugehört haben.

Buchen Sie Ihre Vorbereitung bei uns am besten noch heute und vergeuden Sie keine wertvolle Zeit. Wir freuen uns darauf, Sie auf dem Weg zu Ihrem Führerschein begleiten zu dürfen. Ihr Team der MPU-Akademie. 

Wenn Sie mehr über die Vorbereitung zur MPU bei der MPU-Akademie wissen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Podcast: MPU-Vorbereitung – Ihr Weg durch Ihre MPU!